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Der Tibet Terrier

Herkunft

Der Tibet-Terrier ist ursprünglich ein Hütehund und nicht etwa ein Terrier im eigentlichen Sinn. Richtig ist aber, dass er aus Tibet stammt, wo er aber Tibet-Apso (langhaariger Schnauzbart) genannt wird. Der TT hat ein üppiges doppelschichtiges Haarkleid, da er in seiner Heimat unter rauen Bedingungen auf 4500 m Höhe lebte. In Geschichtsbüchern ist von heiligen Tempelhunden in tibetischen Klöstern zu lesen, aber auch vom gewöhnlichen Hofhund. Die ersten TTs brachte eine englische Ärztin in den 20er Jahren mit nach Europa, die sie von Tibetern geschenkt bekommen hat. Sie bildeten wohl den Grundstock der europäischen Zucht und in den 30er Jahren wurde die Rasse fälschlicherweise als Tibet Terrier anerkannt.


Über eine Datenbank kann ich sogar die Ahnentafel meiner beiden TTs bis in die 20er Jahre zurückverfolgen. Das sind etwa so 20 Generationen!
 

Typische Kennzeichen

Der TT ist ein robuster, mittelgroßer Hund. Er weißt eine Schulterhöhe von ungefähr 41 cm auf, Rüden etwas größer als Hündinnen und erreicht ein Gewicht von 10-15 kg.
Die Farbe variiert von creme, zobel, tricolor, schwarz/weiß, schwarz, black and tan, nur schokoladenbraun gilt als Fehlfarbe.
Er hat ein doppeltes Haarkleid, d.h. langes glattes oder gewelltes Deckhaar mit viel Unterwolle. Etwa mit 10-12 Monaten wechselt er das Haar einmalig vom Babyfell zum Erwachsenenfell. Mit 3-4 Jahren ist es erst voll ausgewachsen und kann sehr lang werden. Er hat auch einen langen Vorhang vor den Augen und die Rute trägt er lustig eingeringelt über dem Rücken. Auch für Allergiker ist er geeignet, da er nicht haart!
Er hat richtig flache und breite Teddypfoten, die sehr beweglich sind. Damit kann er sehr gut klettern und auch im Schnee hat er einen sehr guten Halt.

Wesen/Erziehung

Der TT ist ein angenehmer Familienhund, wenn auch manchmal etwas dickköpfig.
Der Familienanschluss ist ihm sehr wichtig! Er möchte gerne überall dabei sein, dann fühlt er sich wohl.
Meine Tibbis sind total narrisch auf Kinder, meine Tochter darf alles mit ihnen machen, ohne dass sie aggressiv werden oder so....
Sie merken ganz genau, wie man gelaunt ist und passen sich dementsprechend an.
Außerdem sind es absolute kleine Aufpasser, es entgeht ihnen nichts! Wenn jemand aufs Grundstück kommt, melden sie es sofort! Und wenn der Schrank mit den Leckerchen aufgemacht wird, tauchen sie wie aus dem nichts auf!
Intelligent und lernbegierig sind sie auch, aber sie sind auch so schlau und tricksen einen schnell aus, wenn man nicht konsequent genug ist! Langweilige Unterordnungsübungen, wie auf dem Schäferhundeplatz, sind nichts für Tibeter. Da schalten sie schnell auf stur.

Fellpflege

Die Fellpflege ist schon aufwendig und ein Tibeter bringt viel Schmutz ins Haus! Wenn man da sehr pingelig ist, dann Finger weg!
Man muss sie von klein auf ans Kämmen gewöhnen, am besten täglich! Im Fellwechsel ca. 10. - 13. Monat kann man fast verzweifeln, wenn der Filz einfach nicht weniger wird! Aber irgendwann ist das vorbei, dann reicht es aus, den Tibbi 1 mal pro Woche so 1 Stunde zu kämmen! Gebadet wird alle 4-6 Wochen.
Dafür haart ein Tibeter sehr wenig bis gar nicht und eine Kuschelrunde auf der Couch ist deshalb kein Problem!

Fazit

Oft wird man auf der Straße angesprochen wie z.B. "Ohh, was für ein schöner Hund, was ist denn das für eine Rasse?" Aber von anderen kann man dann wieder hören. "Was fürn Zottelvieh, das kann ja nicht aus den Augen gucken oder Wo ist denn da vorne und hinten?"
Tja, man muss sie eben lieben oder nicht, dazwischen gibt es wohl nichts!
 

...will be continued!

 

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